Subwoofer Test Serie

Typischer TV-Sound aus Flachbildfernsehern oder sehr preiswerte Soundbars sind für echte Heimkino-Fans praktisch keine Option: Um die tiefen Frequenzen in den Gehörgang zu drücken und auch den restlichen Körper spüren zu lassen, dass hier etwas Gewaltiges im Anmarsch ist, braucht es entsprechende Hardware – wie etwa einen SB16- oder PB16-Ultra von SVS in unserem Aktiv Subwoofer Test.

Um den wirklich ultimativen Sound zu Hause zu erreichen, sind kompakte Lautsprecher einfach nicht zu gebrauchen: Schon bei einem einfachen aktiv Subwoofer Test werden Sie bemerken, dass in schuhkartongroßen Geräten nicht genügend Platz ist, um Raum für die Entfaltung der Bassfrequenzen zu lassen. Die in der Einleitung erwähnten Geräte erreichen genau das: Massenhaft vorhandene Membranfläche und ebenso üppige Verstärkerleistung verwandeln diese Geräte in einen kleinen Traum, der auch mit einem Durchschnittsgehalt noch finanzierbar ist. Wir haben für unseren aktiv Subwoofer Test beide Modelle unter die Lupe genommen!

 

Subwoofer von SVS: ein Überblick

SVS ist ein US-amerikanischer Hersteller, der im Heimkinobereich vor allem aufgrund seiner noch bezahlbaren Subwoofer ein inzwischen gutes Image genießt und in keinem professionellen aktiv Subwoofer Test fehlen darf. Die Geräte zählen zwar nicht zum absoluten High-End, aber der hohe Dynamikumfang und der in der Regel extreme Tiefgang sind trotzdem deutlich spürbar. Die Namen der Produkte entspringen auch nicht der Willkür: SB deutet auf Sealed Box hin (also geschlossene Gehäuse), während PB eine Ported Box und somit ein Bassreflexgehäuse ist. Aktivmodule und Treiber bleiben gleich, allerdings sind die PB-Geräte normalerweise etwas größer (aber nicht unbedingt schlechter oder besser!) und auch die Bassreflexrohre unterscheiden sich.

Festhalten können wir, dass – theoretisch – die SB-Variante eine bessere Basswiedergabe und mehr Tiefgang bieten sollte, während die PB-Version in unserem aktiv Subwoofer Test mehr Wirkungsgrad abliefert (gleichzeitig sinkt jedoch der Schalldruck unterhalb der Abstimmfrequenz). Wir sprechen hier von „theoretisch“, da die Unterschiede zwar messbar, aber nicht unbedingt hör- oder spürbar sind. Es liegt eher an persönlichen Vorlieben, womit die Diskussion SB vs. PB auch einen stark subjektiven Charakter bekommen. Als kleine Faustregel im Subwoofer-Markt hat sich die Ansicht durchgesetzt, dass Musikhörer geschlossene Systeme kaufen und der Heimkino-Enthusiast die PB-Sorte bevorzugt.

Aktiv Subwoofer Test – der technische Vergleich: SB16-Ultra gegen PB16-Ultra

Widmen wir in unserem Test zuerst den Abmessungen: Der SB16-Ultra von SVS bringt es auf 50 * 50 * 51 cm (B*H*T), während die PB-Version mit 55 * 63 * 78 cm deutlich größer ist. Das stimmt übrigens auch beim Gewicht: 80 kg bringt letzteres Modell auf die Waage. Die Endstufenmodule in beiden Geräten sind identisch und bringen es auf rekordverdächtige 1.500 Watt RMS, der Look bleibt mit Klavierlack-Finish oder schwarz-furniert ebenfalls zwischen beiden Modellen identisch. Auch ein Blick ins Innere in unserem aktiv Subwoofer Test ist interessant: Eine 8-Zoll-Schwingspule, ein sehr starker Magnetantrieb und extrem dicke Sicken sind dafür verantwortlich, rohe elektrische Leistung in Schall zu wandeln. Der SVS PB16-Ultra mit seinem noch einmal deutlich größeren Gehäuse besitzt außerdem drei Bassreflexrohre, die aufgrund der schieren Durchmesser schon gar nicht daran denken lassen, Geräusche der Luftströmung entstehen zu lassen.

Konfiguration via DSP-Vorstufe

Mit einer doch recht aufwendigen DSP-Vorstufe pflegen Sie die beiden SVS-Subwoofer in einem aktiv Subwoofer Test in den jeweiligen Raum ein. Wie Sie die Einstellungen vornehmen, bleibt Ihnen überlassen: direkt am Gerät, über eine Fernbedienung oder via App auf dem Smartphone. Hier finden Sie vor allem einige übliche Standardeinstellungen wie Phase, Pegel und Trennfrequenz. Deutlich interessanter für den ersten aktiv Subwoofer Test dürften drei getrennt konfigurierbaren, vollparametrisch arbeitenden Equalizer sein. An drei unterschiedlichen Stellen im Übertragungsbereich richten Sie damit Filter für entweder die Absenkung oder Abhebung bestimmter Frequenzen ein.

Sind Sie Heimkino-Veteran, nehmen Sie diesen aktiv Subwoofer Test mit dem Ohr vor, andernfalls eignen sich Messsysteme. Sinn und Zweck des ganzen Aufwands ist es, bestimmte Frequenzen, die im Ohr dröhnen, durch diese Filter glattzubügeln. Noch immer spüren Sie dann zwar viel Druck in den Ohren und im Körper, aber es kippt eben nicht in das Dröhn-Areal um. Alle Filter dürfen Sie in Echtzeit auf dem Handy verändern, was dazu führen sollte, dass Sie die richtigen Einstellungen in einem kurzen aktiv Subwoofer Test recht schnell finden sollten.

SVS SB16-Ultra und PB16-Ultra im Praxistest

Zuerst einmal im Labor in unserem aktiv Subwoofer Test zeigt sich, was Sie von diesen beiden Subwoofern erwarten dürfen: Beide Modelle schaffen es problemlos bis runter in die 20-Hz-Gegend, was gerade für die PB-Version eine kleine Überraschung ist (aufgrund der Konstruktion). Out of the Box zeigt sich aber auch, dass die neutralen Einstellungen nicht perfekt sind: Der SB16-Ultra fällt zu früh ab, während es sein Gegner einfach ein wenig übertreibt. Für eine Lösung sorgen die drei erwähnten Equalizer, die es Ihnen erlauben, beide Modelle auch bei maximalem Tiefgang auf eine möglichst lineare Wiedergabe einzupendeln.

Aber: PB16-Ultra profitiert in unserem aktiv Subwoofer Test vom eingangs erwähnten tollen Wirkungsgrad, denn bei sehr tiefen Frequenzen und extremen Lautstärken schaffen es etwas mehr Pegel unter die 30-Hz-Grenze. Ob das für Sie hör- und spürbar ist, sei jedoch dahingestellt. Apropos Lautstärke: Ein Schalldruck von 110 dB entfesseln beide Geräte problemlos auch in sehr großen Räumen und bei hohen Lautstärken. Sie dürfen sich nicht wundern, wenn Sie mit diesen Subwoofern ein kleines Erdbeben auslösen. Am besten kommt dies im aktiv Subwoofer Test natürlich in actionlastigen Filmen mit Sci-Fi-Einschlag zur Geltung. Hier machen sich auch die Vorteile der Equalizer bemerkbar: Zwar drückt es regelrecht im Magen, ein hässliches Dröhnen mischt sich aber nicht unter die Schallwellen.

Worauf es jetzt hinausläuft, ist schwer zu sagen: Im Hinblick auf die absolute Präzision würden wir im aktiv Subwoofer Test dem SB16-Ultra wahrscheinlich ein besseres Zeugnis ausstellen, während PB16-Ultra mehr Lautstärke bringt und bei sehr hoher Lautstärke weniger verzerrt. Wir sprechen hier aber wirklich von Nuancen, die in der Realität für Sie vielleicht gar nicht bemerkbar sind. Wichtiger sind da vielleicht andere Eckdaten: SB16-Ultra ist wesentlich kleiner und preiswerter. Den PB16-Ultra könnten Sie daher auch als Variante für Heimkino-Enthusiasten betrachten.

Für welches Gerät entscheide ich mich?

Um die 2.800 Euro fallen für das kleinere Modell an, der PB16-Ultra bringt es auf 3.500 Euro. Gehen Sie davon aus, dass Sie den Unterschied spüren und hören werden, kann sich die größere Variante lohnen – vor allem für Pegel-Fans unter den Heimkinoliebhabern. Perfekten Klang und Präzision liefert der SB16-Ultra in unserem aktiv Subwoofer Test, Bassdruck aus einer anderen Dimension finden Sie hingegen im 700 Euro teureren PB16-Ultra.

 

Um weitere wissenswerte Tipps rund um das Thema Subwoofer zu erhalten schauen Sie auch in unseren großen Subwoofer Test